Die Pandemie hat aufgezeigt, dass weder Unternehmen noch Nationen oder Regierungen gegen plötzlich auftretende Krisen gewappnet sind. Umso wichtiger ist es die Resilienz, also das schnelle Agieren in Stress-Situationen, zu erhöhen. Stress-Situationen können global, national, regional oder auch nur auf einen Betrieb begrenzt sein. Die Aufgabe des Krisen- oder Resilienz Managements ist die strukturierte Ausführung aller Maßnahmen um die Belastbarkeit eines Systems gegenüber äußeren Einflüssen zu stärken. Als System wird in der Theorie alles, von der Familie bis zum Wirtschaftssystem, verstanden.

Unternehmen sollten sich auf Stress-Situationen vorbereiten und einen Notfallplan zum Schutz ihrer Mitarbeiter und Vermögenswerte haben. Es kann existenzbedrohend für ein Unternehmen sein, kein Krisenmanagement-Programm etabliert zu haben oder zu glauben, operative Maßnahmen müssen erst dann geplant werden, wenn ein kritisches Ereignis bereits eingetreten ist.

Das Ziel nach einer Krise ist nicht der Status quo ante, sondern ein neuer Zustand, in dem die Erfahrungen und Fehler der Krisenbewältigung aktiv in die Organisation integriert worden sind.

Dafür ist es imperativ, vorab Verantwortliche und interne Ansprechpartner zu definieren, um ein rasches, verantwortliches Handeln im Krisenmodus zu gewährleisten. Zahlreiche Unternehmen haben in den letzten Monaten Krisen- oder Resilienz Manager geschult und installiert. Bisher gibt es jedoch keine systematische Erfassung – weder der Personen, noch ihrer Aufgaben/ Erfahrungen/ Learnings und dementsprechend auch keinen Erfahrungsaustausch.

Vor diesem Hintergrund entstand diese Plattform und das Forum. Wir wollen vernetzen, Erfahrungsaustausch forcieren und Know-How etablieren.