Am 2. Oktober 2025 stand die Fachhochschule Vorarlberg ganz im Zeichen der Cybersicherheit. Bei der Veranstaltung „100 Minuten Cyber“ wurden aktuelle Ergebnisse der Studie „Cybersecurity in Österreich 2025“ präsentiert und zentrale Entwicklungen sowie zukünftige Herausforderungen im digitalen Raum diskutiert.
Anlässlich von zehn Jahren intensiver Auseinandersetzung mit dem Thema Cybersicherheit bot die Veranstaltung einen kompakten Überblick über die aktuelle Bedrohungslage und den Umgang von Unternehmen und Institutionen mit zunehmenden cyberbezogenen Risiken. Im Fokus standen dabei sowohl technische als auch regulatorische und gesellschaftliche Fragestellungen.
Aktuelle Bedrohungslage und strategische Herausforderungen
Ein zentrales Thema war das Cybersecurity-Lagebild 2025. Die Expert:innen beleuchteten insbesondere die anhaltende Bedrohung durch Ransomware- und Phishing-Angriffe, zunehmende Angriffe auf kritische Infrastrukturen sowie hybride Bedrohungen. Auch der Einsatz von künstlicher Intelligenz wurde intensiv diskutiert – sowohl als wirksames Instrument zur Stärkung der Cybersicherheit als auch als potenzieller Risikofaktor.
Weitere Schwerpunkte lagen auf Angriffen entlang der Lieferkette, dem Umgang mit Desinformation in geopolitisch angespannten Zeiten, dem Umsetzungsstand der neuen EU-Regulierungen NIS-2 und DORA sowie Fragen der digitalen Souveränität auf staatlicher und gesellschaftlicher Ebene.
Fachliche Impulse aus Wissenschaft und Praxis
Nach der Begrüßung durch Prof. (FH) Dipl.-Ing. Dr. techn. Regine Kadgien, Rektorin der FHV, Mag. Michael Alge (KSÖ Landesclub Vorarlberg) und Dr. Jürgen Mellitzer, Partner bei KPMG Austria, eröffnete Dipl.-Ing. Armin Simma, Senior Lecturer an der FHV, die Veranstaltung mit einer Keynote. Unter dem Titel „Hands-on-Hacking: 15 Jahre Lernen und Lehren im Cybersecurity-Lab“ gab er Einblicke in die praxisnahe Ausbildung und Forschung im Bereich Cybersicherheit.
Im Anschluss präsentierte DI (FH) Robert Lamprecht, MSc, Partner bei KPMG Austria, die Studie „Cybersecurity in Österreich 2025“. Die Ergebnisse zeigten, dass viele österreichische Unternehmen zwar Fortschritte im Bereich Cybersicherheit gemacht haben, zugleich jedoch weiterhin strukturelle und organisatorische Herausforderungen bestehen – insbesondere im Hinblick auf regulatorische Anforderungen und das Management von Lieferantenrisiken.
Podiumsdiskussion und Austausch
In der anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten Bernhard Heinzle (Gebrüder Weiss), Robert Lamprecht (KPMG Austria) und Armin Simma (FHV) unter der Moderation von Andreas Pichler die praktischen Konsequenzen der Studienergebnisse sowie notwendige Maßnahmen zur Stärkung der Cyberresilienz.

