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KSÖ Tirol | IT-Security Roundtable 2026 in Innsbruck

KSÖ Tirol und Firma „Strong-IT“ bündeln Know-how gegen Cyberrisiken

Am 24. September 2026 luden das Kompetenzzentrum Sicheres Österreich (KSÖ), Landsklub Tirol und die Firma „Strong-IT by Axians“ zum IT-Security Roundtable 2026 in den Congress Innsbruck. Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Cyberrisiken“ konnte die bekannte Tiroler Moderatorin Olivia Peter 250 Fachleute aus Wirtschaft und IT begrüßen. Bei der Veranstaltung standen aktuelle Gefahren im Internet, Ransomware-Angriffe, Künstliche Intelligenz und praktische Schutzmaßnahmen für Unternehmen beim IT-Security Roundtable 2026 im Mittelpunkt.

v.l.n.r. Michael Lackner (Strong-IT), Matteo Longo (Strong-IT), Robert Lamprecht (KPMG Austria), David Winkler (Strong-IT), Landespolizeidirektor Helmut Tomac, Olivia Peter (Moderatorin), Martin Grasel (Leiter C4)

Cyberangriffe betreffen längst nicht mehr nur große Unternehmen. Auch kleine und mittlere Betriebe, öffentliche Einrichtungen und Vereine können zum Ziel werden. Themen der vortragenden Experten waren aktuelle Angriffsmethoden, die Bedeutung der Künstlichen Intelligenz und die Frage, wie sich Unternehmen im Ernstfall richtig vorbereiten können. Die Veranstaltung zeigte: Gute Cybersicherheit entsteht nicht nur durch technische Lösungen. Ebenso wichtig sind aufmerksame Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, klare Abläufe und die Zusammenarbeit mit erfahrenen Partnern.

Aktuelle Gefahren erkennen

Nach der Einleitung durch David Winkler, CEO von Strong-IT, und Landespolizeidirektor Helmut Tomac erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Überblick über die aktuelle Cyberlage in Österreich. Robert Lamprecht von der Firma KPMG (Klynveld Peat Marwick Goerdeler) informierte über neue Angriffsmethoden, Täterprofile und KI-gestützte Angriffe.

Robert Lamprecht

Künstliche Intelligenz verändert auch die Cyberkriminalität. Betrugsversuche, gefälschte E-Mails oder manipulierte Inhalte können dadurch glaubwürdiger wirken. Umso wichtiger ist es, dass Unternehmen ihre Beschäftigten regelmäßig informieren und technische sowie organisatorische Sicherheitsmaßnahmen laufend überprüfen.

„Wir erleben eine neue Qualität der digitalen Kriminalität. Cybercrime ist kein Randphänomen mehr, sondern ein strategisch organisiertes Geschäftsmodell. Wer das unterschätzt, der unterschätzt die Dynamik moderner organisierter Kriminalität. Umso wichtiger sind Veranstaltungen wie dieser Roundtable, heuer zum ersten Mal als KSÖ Tirol gemeinsam mit „STRONG-IT“. Sie schaffen Raum für den Austausch, ermöglichen es, Erfahrungen und Perspektiven zu teilen und sich mit anderen Fachleuten und Experten zu vernetzen. Denn gerade bei einem so einem komplexen Thema ist der interdisziplinäre Austausch entscheidend.“ führte KSÖ Präsident und Landespolizeidirektor Helmut Tomac aus.

Einblick in einen Cyberangriff

Wie Cyberkriminelle vorgehen, zeigte Matteo Longo von der Firma Strong-IT, in einer Live-Hack-Demonstration. Anhand realistischer Beispiele wurde sichtbar, wie Angreifer versuchen, in Systeme einzudringen und sich dort weiterzubewegen.

Matteo Longo bei seiner Live-Hack-Demonstration
David Winkler bei seiner Keynote

In seiner Keynote erklärte David Winkler, warum sich Unternehmen nicht allein auf einzelne Sicherheitsprogramme verlassen dürfen. Firewalls und andere technische Schutzmaßnahmen sind wichtig, reichen aber nicht immer aus. Sicherheit braucht gute Vorbereitung: Klare Zuständigkeiten, geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sichere Datensicherungen und einen Plan für den Ernstfall.

Die meisten Firmen kaufen Sicherheit wie einen Autopiloten und wundern sich, dass er im Sturm ausfällt. Sicherheit ist kein Produkt – sie ist Wartung, und die kann niemand für Sie übernehmen.

David Winkler

Ransomware aus Polizeisicht

Martin Grasel, Ermittlungsleiter vom Cybercrime Competence Center (C4) im Bundeskriminalamt, berichtete über Ransomware-Angriffe aus Sicht der Polizei. Bei solchen Angriffen werden Daten oder Systeme verschlüsselt und Unternehmen anschließend erpresst. Grasl sprach über typische Vorgehensweisen von Tätern, mögliche Angriffswege und die Arbeit der Ermittlungsbehörden.

Martin Grasel – Leiter des Cybercrime Competence Center (C4)

Ein weiterer Programmpunkt widmete sich der Sicherheit von Industrieanlagen und technischen Steuerungssystemen. Martin Plattner von der Fa „Axians ICT Austria“ erklärte, warum diese Systeme besondere Schutzmaßnahmen brauchen. Philip Scheidl von CrowdStrike und Michael Lackner von Strong-IT zeigten anschließend, wie Angriffe früher erkannt und im Ernstfall rasch eingedämmt werden können.

Philip Scheidl
Michael Lackner

Gemeinsam vorsorgen

Beim anschließenden Erfahrungsaustausch klang die Veranstaltung in einem passenden Rahmen aus. Der KSÖ-Tirol IT-Security Roundtable 2026 machte einmal mehr deutlich, dass durch Prävention, Wissenstransfer und starke Partnerschaften Cyberrisiken nachhaltig reduziert werden können.

Helmut Tomac, Isolde Stieg (Tiroler Versicherung), David Winkler,
Silvia Lieb (Moser Holding) und Franz Mair (Tiroler Versicherung)

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